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Webdesign4 min Lesezeit· 28. Juli 2026

Landing Page vs. Website: Wann brauche ich was?

Eine Landing Page ist fokussiert auf eine Aktion. Eine Website deckt das gesamte Unternehmen ab. Wann welche Lösung mehr Ergebnisse bringt.

Menasse Gebregzi
Landing Page vs. Website: Wann brauche ich was?

Viele Unternehmer verwechseln Landing Page und Website — oder setzen beides falsch ein. Der Unterschied ist nicht nur technisch, sondern strategisch: Beide haben ihren Platz, aber für unterschiedliche Ziele.

Was ist eine Landing Page?

Eine Landing Page hat genau ein Ziel und eine Handlungsaufforderung. Keine Navigation, keine Ablenkung, kein 'Über uns'. Alles auf der Seite dient dazu, den Besucher zu einer konkreten Aktion zu führen: Anfrage, Kauf, Anmeldung, Download.

Wann Landing Pages die bessere Wahl sind

  • Google Ads oder Social-Media-Kampagnen: Traffic direkt auf konvertierende Seite schicken
  • Produktlaunch: Fokussierte Seite für ein neues Angebot
  • Webinar oder Event: Anmeldungen maximieren
  • Saisonale Aktionen: Zeitlich begrenzte Kampagnenseite
  • A/B-Testing: Verschiedene Ansätze vergleichen ohne die Hauptwebsite zu verändern

Aufbau einer erfolgreichen Landing Page

Eine gute Landing Page folgt einer bewährten Struktur. Oben steht die Hero-Section mit einer klaren Überschrift, die den Nutzen in einem Satz kommuniziert — nicht was du anbietest, sondern was der Besucher davon hat. Direkt darunter das Problem: Warum ist der Besucher hier? Was beschäftigt ihn?

Dann die Lösung — dein Angebot, klar und konkret. Social Proof folgt: Kundenstimmen, Logos, Fallstudien oder Zahlen die Vertrauen schaffen. Am Ende steht der Call-to-Action — ein Button mit einer handlungsorientierten Beschriftung wie 'Kostenlose Beratung sichern' statt 'Absenden'. Dieses Grundgerüst wird je nach Branche und Zielgruppe angepasst, aber die Reihenfolge bleibt: Aufmerksamkeit, Problem, Lösung, Beweis, Handlung.

Wann die vollständige Website besser ist

  • Organischer SEO-Traffic: Mehrere Seiten für verschiedene Keywords
  • Vertrauensaufbau: Über uns, Referenzen, Blog stärken die Glaubwürdigkeit
  • Mehrere Dienstleistungen: Jede braucht eigene Seite
  • Direktbesuche und Empfehlungen: Besucher wollen das gesamte Unternehmen kennenlernen

Conversion-Optimierung

Eine Landing Page ist nie fertig — sie wird optimiert. A/B-Testing ist das wichtigste Werkzeug: Teste verschiedene Überschriften, Button-Farben, Formularlängen und Bilder gegeneinander. Tools wie Google Optimize (kostenlos) oder VWO machen das ohne Programmierkenntnisse möglich.

Heatmaps (Hotjar, Microsoft Clarity) zeigen dir, wo Besucher klicken und wie weit sie scrollen. Wenn 70 Prozent der Besucher den CTA-Button nie sehen, ist er zu weit unten platziert. Beim Formular gilt: Jedes zusätzliche Feld senkt die Conversion-Rate um 5–10 Prozent. Frage nur ab, was du wirklich brauchst — Name, E-Mail, vielleicht eine kurze Nachricht. Alles andere klärst du im Gespräch.

Die Kombination ist oft am stärksten

Viele erfolgreiche Unternehmen nutzen beides: Eine vollständige Website für SEO und Vertrauensaufbau — und spezifische Landing Pages für Paid-Kampagnen. Die Website erklärt wer Sie sind, die Landing Page macht aus dem Interesse eine Aktion.

Kosten im Vergleich

Eine professionelle Landing Page auf Basis von Next.js — mit individuellem Design, Conversion-Optimierung und PageSpeed-Score über 90 — beginnt bei eyedia ab 1.500 Euro. Inklusive Konzept, responsivem Design, Umsetzung und technischer Grundoptimierung. WordPress-Lösungen mit Themes und Page-Buildern sind günstiger — aber erkaufen sich diesen Preisvorteil mit schwächerer Performance, mehr Wartungsaufwand und generischem Look.

Eine vollständige Unternehmenswebsite mit mehreren Unterseiten, individuellem Design, SEO-Struktur und Kontaktformular startet bei eyedia ab 3.000 Euro. Komplexere Projekte mit Blog, Mehrsprachigkeit, Animationen oder API-Anbindungen liegen im Bereich von 5.000 bis 10.000 Euro. Die Investition zahlt sich aus: Eine performante, individuelle Website erzeugt langfristig mehr Vertrauen und bessere Conversion-Raten als jede günstige Template-Lösung.

Unsere Empfehlung: Mit der Website starten und Landing Pages ergänzen, sobald Paid-Kampagnen anstehen. Wer langfristig online sichtbar sein will, investiert einmal in eine solide Grundlage — statt jährlich in Workarounds für eine schwache Ausgangsbasis.